Jugendmanagement Obersteiermark West
Stadtteilprojekt Murdorf-Eine Fotoausstellung
Im Herbst 2012 wird in Zusammenarbeit der Stadtgemeinde Judenburg und des Regionalen Jugendmanagements Obersteiermark West das „Stadtteilprojekt Murdorf-Eine Fotoausstellung“ umgesetzt.
Mit diesem interaktiven und Generationen übergreifenden Jugendkulturprojekt ist die Idee entstanden den Stadtteil Murdorf, seine Bewohner und Bewohnerinnen, seine Betriebe, seine Geschichte und sein Leben in den Mittelpunkt des Geschehens zu stellen. Das Stadtteilprojekt ist ein Pilotprojekt, das in Judenburg gestartet und folgend auf weitere Stadtteile der Region Obersteiermark WEST ausgedehnt werden kann.
In Zusammenarbeit mit den beiden in Murdorf angesiedelten Schulen Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik und Bundeshandelsakademie/Bundeshandelsschule, dem Übungskindergarten, dem Jugendzentrum Judenburg und der Jugendgruppen der Pfarre St. Magdalena sind Jugendliche, BewohnerInnen und Betriebe eingeladen diese von der Projektinitiative zusammenlebengestalten unterstützte Fotoausstellung aktiv mitzugestalten.
Durch die Einbindung des Generationenschwerpunktes soll Augenmerk auf das Zusammenleben und der Kontakt zwischen „Jung“ und „Alt“ im Stadtteil ermöglicht und gefördert werden bzw. durch ein gemeinsames kreatives Wirken ein Dialog zwischen den Generationen stattfinden.
Jungen Menschen erhalten so die Gelegenheit kreative und gestalterische Ansätze selbständig zu entwickeln, Experimentierfelder zu nutzen und im Rahmen des Stadtteilprojekts aktiv in ihrer Region tätig zu werden, mitbestimmen zu können und in die Gestaltung ihres Lebensraumes einbezogen zu werden.
Das Projekt bietet Platz um Eigenes ausdrücken aber auch Fremdes kennenlernen zu können. Zwischen „Jung“ und „Alt“ werden Kommunikationsmöglichkeiten geschaffen, die nachhaltig zu einem bewussteren Zusammenleben der Generationen beitragen kann. Durch die Öffnung des Projekts für Menschen unabhängig ihrer regionalen Herkunft, besteht außerdem die Möglichkeit interkultureller Begegnungen im Stadtteil.
Mit der Fotoausstellung wird eine Beteiligungsmöglichkeit geschaffen, die durch den Blick der Akteure auf den öffentlichen Raum festgehalten wird, der eine eigentätige Auseinandersetzung mit der sozialen und kulturellen Umwelt im Stadtteil schafft.
Der Stadtteil kann außerhalb der Schule als Raum für Begegnungen, für eine gemeinsame Interaktion, als erweiterter Handlungsraum oder auch als Rückzugsort gewonnen werden und diese Lebenswelt mit der Ausstellung schließlich sichtbar gemacht.
Mit dem Stadtteilprojekt als Pilotprojekt soll einerseits ein wertvoller kultureller Beitrag für die Region und ihre BewohnerInnen entstehen, der nachhaltig für die jeweilige Stadt in Bezug auf eine verstärkte Außenwahrnehmung dauerhaft bestehen und zugänglich bleibt, aber auch der Jugend als attraktive Möglichkeit dienen, sich mit ihrer Heimatregion, ihrer Lebenswelt, deren Geschichte und Gegenwart aktiv zu beschäftigen, zu identifizieren und im Ausleben ihrer Alltagskultur gestärkt zu werden.
Im Rahmen der Projektgestaltung mit den Jugendlichen sollen eigene Talente entdeckt, entwickelt und gefördert werden, wobei die Freude an einem kreativen Projektzugang, am Erproben und Entdecken von vielfältigen kreativen Ausdrucksformen in den Mittelpunkt gestellt wird.
Die Jugendlichen werden angeregt selbständig zu agieren, Erfahrungen zu sammeln und die einzelnen Schritte der gemeinsamen Projektumsetzung zu reflektieren.
Mit dem Stadtteilprojekt Murdorf wird ein Projekt ins Leben gerufen, das bewusst mit der Einbeziehung Jugendlicher in den öffentlichen Raum arbeitet und eine Sensibilisierung im Miteinander der Generationen fördert. Es wird eine Begegnung der Generationen angestrebt, die es ermöglicht einander Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen und die Parallelgesellschaften von „Jung“ und „Alt“ anzunähern und so eine gemeinsame Perspektive im alltäglichen Zusammenleben und in der Zukunftsgestaltung zu schaffen.
Mit der öffentlich zugänglichen Fotoausstellung soll es zu einer verstärkten gegenseitigen Interessenswahrnehmung aufgrund des stadtteilbezogenen Projektinhaltes in Murdorf kommen und dieser mit seiner Lebensqualität als attraktiv wahrgenommen werden.
Die Ausstellungseröffnung findet am 23. November um 16 Uhr in der Aula der Bundeshandelsakademie Judenburg statt.
Plakat Stadtteilprojekt Judenburg
Désirée Steinwidder ist ab sofort für das regionale Jugendmanagement zuständig
Mit 12. März 2012 habe ich meine Arbeit als Jugendmanagerin für die Region Obersteiermark WEST im AiZ Unternehmerzentrum in Zeltweg begonnen. Nach meinem Bachelor- und Masterstudium der Angewandten Kulturwissenschaft am Institut für Kultur-, Literatur- und Musikwissenschaft der Alpen Adria Universität Klagenfurt setzte ich mit dem Doktoratsstudium der Philosophie im Fach der Angewandten Kulturwissenschaft fort.
Meine mehrjährige Berufserfahrung am Stadttheater Klagenfurt konnte ich durch zahlreiche Konzepte und Projektentwicklungen als Kulturmanagerin in der Kulturlandschaft Steiermark und Kärnten ergänzen.
Ich freue mich auf eine spannende und innovative Arbeit als Jugendmanagerin für die Region Obersteiermark WEST und auf die Möglichkeit wieder in meine Heimatregion zurückkehren und aktiv mitwirken zu können.
In dieser Hinsicht ist es mir möglich meine umfangreichen Erfahrungen in Verbindung mit meiner Ausbildung mit einzubringen.
Mein Ziel ist es, Impulse für eine nachhaltige Entwicklung und zukunftsfähige Gestaltung des Jugendmanagements Obersteiermark WEST zu setzen und diesem einen hohen regionalen Stellenwert einzuräumen.
Für eine positive Gesamtstrategie des regionalen Jugendmanagements wird neben einer Erhebung des regionalen Bedarfs, der Erweiterung der bestehenden Kommunikationssysteme und der Förderung einer verstärkten regionalen Wahrnehmung auch ein einheitlicher Strategie- und Strukturaufbau stattfinden.
Als Jugendmanagerin ist es mir ein Anliegen gezielt Höhepunkte in der Jugendarbeit zu setzen, um die Ressourcen und Potentiale der jungen Menschen bewusst zu machen, zu fördern und Chancen zu ermöglichen. Im Rahmen dieser Projekte sollen Gestaltungsräume und Experimentierfelder, Bildungs- und Berufsorientierungen, gesellschaftspolitische Kompetenzen und vor allem auch kreative Ausdrucksformen zugänglich gemacht und aktiv genutzt werden.
Ein persönliches Anliegen werden zielgruppenorientierte Maßnahmen und Projekte sein, die sich mit regionalen Themen und Interessen der Jugendlichen im Murtal und Murau beschäftigen und unter Einbindung der Entwicklungs- und Entscheidungsgremien der Regionalentwicklung Schritt für Schritt durchgeführt werden.
Als bedeutenden Ansatz erachte ich dabei die Stärkung der Identität und Zukunft der jungen Menschen, Bewusstseinsbildung, Entwicklungsförderung, regionale Wertschöpfung und die Befriedigung von kulturellen Bedürfnissen vor allem als Instrument für eine Sensibilisierung der jungen Menschen in Bezug auf ihre Heimatregion.
In meine Aufgabe als Jugendmanagerin möchte ich als Themenschwerpunkte Bildung, Arbeit und Kultur aufgreifen und als Anlaufstelle, Drehscheibe und Infoschnittstelle zwischen jungen Menschen in der Region und den öffentlichen Einrichtungen bzw. Fachstellen in sämtlichen Belangen der Jugendarbeit fungieren.
Durch das Einbinden des Jugendmanagements in das EU Regionalmanagement Obersteiermark WEST wird das Thema Jugend in das Leitbild und die Leitthemen der Region integriert und folglich in den Leitprojekten wie beispielsweise Kraft. Das Murtal oder Beschäftigungspakt verankert, wodurch Synergien geschaffen und die Kräfte und Stärken der Region gebündelt werden können.
v.l. Bgm. Hermann Hartleb, LAbg. Manuela Khom, Mag.a Désirée Steinwidder, LAbg. Gabriele Kolar, Regionalmanagerin Dr.in Bibiane Puhl
Das Regionale Jugendmanagement (RJM)
Zur regionalen Vernetzung der Jugendarbeit gibt es in jeder der sieben steirischen Großregionen eine Anlaufstelle, die für die Koordinierung von Maßnahmen entlang der sechs Handlungsfelder gemäß der strategischen Ausrichtung „Kinder- und Jugendarbeit 2020“ zuständig ist. Operativ angesiedelt sind diese bei den (EU-) Regionalmanagements. In strategischer Zusammenarbeit mit allen politischen Gremien und regionalen Ebenen werden Leitbilder und Entwicklungskonzepte mit jugendrelevanten Einrichtungen, vor allem auch mit Jugendlichen, erarbeitet.
Dabei nimmt das RJM eine zentrale Schnittstellenfunktion für die Kinder- und Jugendarbeit in der Region ein und vernetzt, informiert und berät in allen jugendrelevanten Anliegen.
Für jugendinteressierte Personen der Steiermark gibt es beim RJM Informationen zu:
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vorhandenen Angeboten zum Thema Jugend in der Region
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möglichen Förderungen für regionale Jugendprojekte
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den sechs Handlungsfeldern der steirischen Jugendarbeit
Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, Anliegen und Bedürfnisse zu deponieren, die das RJM sammelt und an politische VerantwortungsträgerInnen der Region bzw. des Landes kommuniziert.
Steirische Strategie der Jugendpolitik
Es gibt in der gesamten Steiermark, aber vor allem für und mit den Regionen, eine koordinierte Strategie in der Jugendpolitik. Im außerschulischen Bildungsbereich werden in sechs Handlungsfeldern verschiedene Maßnahmen gesetzt, entsprechende Förderungen vergeben und in den 7 steirischen Großregionen umgesetzt.
Die Handlungsfelder sind:
Jugendinformation und –beratung
mit dem Ziel, dass junge Menschen „informationsfit" sind und auf Basis dieser Informationen selbstbestimmt und eigenverantwortlich Entscheidungen treffen können.
Jugendliche Lebenswelten
mit dem Ziel, das junge Menschen Gestaltungsräume und Experimentierfelder vorfinden, die auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind.
Jugendschutz und Prävention
mit dem Ziel, dass junge Menschen selbstverantwortlich Risiken einschätzen können und Gefahren erkennen und damit bewusst umgehen können.
Gesellschaftspolitische Bildung
und Partizipation
mit dem Ziel, dass junge Menschen Kompetenzen zum selbstbestimmten politischen Denken und zur eigenverantwortlichen Teilhabe erwerben und
einsetzen können.
Bildungs- und Berufsorientierung
mit dem Ziel, dass junge Menschen Entscheidungen bei der Wahl des Bildungs- und Berufsweges entlang der eigenen Potenziale, Stärken und Interessen treffen können.
Jugendkultur und
kreative Ausdrucksformen
mit dem Ziel, dass junge Menschen im Ausleben ihrer Alltagskultur gestärkt sind und ihre Interessen und Bedürfnisse mit kreativen Mitteln Ausdruck verleihen können.
Das Regionale Jugendmanagement …
… vertritt die Interessen und Anliegen der jungen Menschen in der Region.
… verankert das Thema Jugend in den Leitbildern der Regionen.
… baut regionale Strukturen der Jugendarbeit auf.
… erhebt Bedarf und Angebote im Bereich der Jugendarbeit und stellt diese zielgruppengerecht dar.
… gibt Informationen und Beratung über jugendrelevante Themen.
… vermittelt und vernetzt bei Anliegen von Jugendlichen und jugendrelevanten Akteuren.
… berät und unterstützt bei Projekten und Veranstaltungen von Jugendlichen und für Jugendliche.
… informiert laufend über aktuelle Themen, Termine und Veranstaltungen, Projekte und Teilnahmemöglichkeiten, so wie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
… betreibt Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying im Jugendbereich.
